Ein ganzer Tag Lesemethoden und Lesewerkzeuge

Neben vielen anderen schönen Veranstaltungen u.a. für die Ruhr-Universität Bochum und die Universität Augsburg war es im März ein Highlight für mich, beim Doktorand:innen-Netzwerk „T-RAFIC“ (Tracking and Controlling therapeutic immune cells in cancer) an der LMU München zu Gast zu sein. Einen ganzen Tag lang haben wir uns dabei mit dem spannenden Thema „Reading in Science and Researching Literature – with and without AI-support“ beschäftigt.

Los ging es mit einem Nachdenken über die eigenen wissenschaftlichen Lesestrategien: Wie gehe ich eigentlich mit wissenschaftlicher Literatur um? Welche Routinen und Lesemethoden haben sich bewährt? Wo stoße ich aber möglicherweise auch noch auf Probleme und Schwierigkeiten?

Besonders spannend war es dann, über das große Thema des „They Say, I Say“ (Cathy Birkenstein/Gerald Graff) nachzudenken. Wie komme ich mit wissenschaftlichen Texten ins Gespräch? Wie positioniere ich mich selbst und ausgehend von meiner eigenen Forschung zu ihnen? Wie komme ich von einem „reading for information“ zu einem umfassenden „reading to respond“? Und wie schaffe ich es, mit der stetig zunehmenden Flut an Literatur klarzukommen? Hier spielten dann auch KI-Werkzeuge eine Rolle, die hilfreich sein können für eine erste Übersicht und Einschätzung – und natürlich auch für das eigene Systematisieren und Strukturieren von Veröffentlichungen.

Am Ende des Workshops ging es dann nochmal ganz handwerklich zu. Gemeinsam ausprobiert wurden unterschiedliche Methoden, die helfen, das Lesen früh mit dem Schreiben zu verbinden – um die Arbeit mit Literatur nochmals zu vertiefen, vor allem aber auch, um so schnell wie möglich das Lesen mit dem eigenen Forschen, Denken und Schreiben zu verknüpfen.

Mit all diesen Themen rund ums wissenschaftliche Lesen ging es aus immer wieder anderer Perspektive um „the moves that matter in academic writing“, wie es auch bei Graff und Birkenstein heißt. Am Ende waren wir uns alle einig: Lesemethoden und Lesewerkzeuge sind kein Rand- oder Nischenthema, sondern grundlegende Voraussetzung für erfolgreiches Forschen und Schreiben.

Ein Mann, der gemütlich im Sessel sitzt und liest, steht symbolisch für das Workshopthema Reading in Science and Researching Literature
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